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Freitag, 15. August 2008

Obama vs McCain

Das Musikmaganzin Blender bat die zwei Präsidentschaftskandidaten um eine Liste ihrer Lieblingssongs:

BARACK OBAMA
1. Ready or Not Fugees
2. What's Going On Marvin Gaye
3. I'm On Fire Bruce Spingsteen
4. Gimme Shelter Rolling Stones
5. Sinnerman Nina Simone
6. Touch the Sky Kanye West
7. You'd Be So Easy to Love Frank Sinatra
8. Think Aretha Franklin
9. City of Blinding Lights U2
10. Yes We Can  will.i.am

JOHN McCAIN
1. Dancing Queen ABBA
2. Blue Bayou Roy Orbison
3. Take a Chance On Me ABBA
4. If We Make It Through December Merle Haggard
5. As Time Goes By Dooley Wilson
6. Good Vibrations The Beach Boys
7. What A Wonderful World Louis Armstrong
8. I've Got You Under My Skin Frank Sinatra
9. Sweet Caroline Neil Diamond
10. Smoke Gets In Your Eyes The Platters

Köstlicher Kommentar von Randy Newman dazu: "McCain has a really likeable list. Then again, Hitler liked some good music, you know?"

Unterdessen kündigt Jack Black von Tenacious D. seine Unterstützung für Barack Obama an, wie laut.de berichtet. Wobei er sich selbst nicht sicher ist ob denn das nicht mehr schadet als hilft...

bz

Montag, 21. Juli 2008

Hallelujah

Die letze Voodoo Night ließ uns einmal mehr auf Leonard Cohens großartigen Song 'Hallelujah' zu sprechen kommen und welche denn nun die ultimative Version sei. Nun, abgesehen davon, dass dies natürlich eine rein subjektive Angelegenheit ist, fällt die Entscheidung, ob der Fülle vorhandener Coverversionen, schwer.

Aber wir sind nicht die einzigen sich darüber Gedanken machenden Gutmenschen - eine schöne Übersicht mit Hörmöglichkeit findet man hier. Sollte das noch nicht reichen empfehle ich  die ultimative 'Hallelujah Story'. bz

Montag, 16. Juni 2008

Das Wunder von Wien

Es ist mir ein Rätsel, wie sich zuletzt eine Euphorie um das Nationalteam entwickelte, wo doch noch vor einem Jahr die Stimmen immer lauter wurden, die anregten, unser katastrophal agierendes Team sollte auf seine Teilnahme an der Europameisterschaft zugunsten Qualifizierterer verzichten. Rätselhaft deswegen, weil unsere neuen Helden jetzt zwar merklich besser spielen, in den letzten 12 Monaten aber doch gerade einmal zwei Spiele gewonnen haben.
Trotzdem ist dieser optimistische Patriotismus, solange er sich freilich in einem fairen Rahmen bewegt, durchaus gut für die Stimmung bei dieser Großveranstaltung im eigenen Land, und die nur bedingt zu erwartende Begebenheit, dass vor dem letzten Gruppenspiel noch ein Aufstieg möglich ist, macht die Sache natürlich besonders spannend.

Obwohl ich nun trotz der landesweiten Zuversicht nicht den Umstand verdrängen konnte, dass die ÖFB-Auswahl wohl doch der krasseste Außenseiter ist, der je an einer EM-Endrunde teilnahm, blieb mir auch diesmal mein geheimer Zweckoptimismus, der mich auch gegen die mächtigsten Gegner immer leise hoffen lässt: heute klappt vielleicht einmal die Sensation.

Heute sieht das aber alles ganz anders aus; Würde nämlich Österreich heute gegen Deutschland gewinnen, dann wäre das für mich ein Wunder, und an solche glaube ich nicht.
Damit meine ich nicht, dass es generell ein Wunder wäre, wenn Österreich einen Gegner dieser Dimension schlagen würde – in 90 Minuten kann bekanntlich alles passieren – aber diese spezielle Konstellation ist einfach zu kitschig.
Wäre es das erste oder zweite Spiel ohne diesen k.o.-Charakter; wäre es nicht seit Monaten in den Medien derart aufgelegt; und – hieße der Gegner eben nicht gerade Deutschland sondern meinetwegen Italien oder Holland; OK - leichter Optimismus angebracht!

Aber Österreich steigt ins Viertelfinale auf und schickt gleichzeitig die Deutschen heim? Nein. Das kann einfach nicht sein. Das gibt es nur in Filmen. Es wäre zu schön und würde hierzulande einen ekstatischen Ausnahmezustand auslösen (der wohl hauptsächlich auf Schadenfreude basieren würde). Das wäre kein zweites Córdoba sondern sein kaum zu übertreffendes Superlativ.

Denn was war schon in Córdoba? Österreichs Ausscheiden war bereits vor diesem legendären Spiel besiegelt und auch Deutschland hätte ein Sieg mit weniger als 5 Toren Differenz nicht zum Aufstieg in die nächste Runde gereicht.
Dass sich um dieses, de facto bedeutungslose Spiel, nicht zuletzt übrigens aufgrund Edi Fingers Verzückung, im Laufe der Jahre ein derartiger Mythos bildete, der heuer zum Jubiläum und zum speziellen Anlass der Neuauflage umso mehr ausgeschlachtet wird, muss man leider mittlerweile als Armutszeugnis werten.

Fazit: Ich glaube nicht, dass heute das Wunder von Wien passiert. Im Gegenteil. Der haushohe Favorit wird sich deutlich durchsetzen, den Österreichern keine Chance lassen und die Hoffnungen der enthusiasmierten Anhänger gnadenlos zerlegen.

So kann in absehbarer Zeit wieder alles normal sein; die Österreicher lästern über ihr notorisch erfolgloses Nationalteam und idealisieren weiterhin das Spiel der Spiele, jenes am 21.Juni 1978 in Argentinien – vermutlich bis endgültig jeder narrisch wird.

Vielleicht sind wir 2018 bei der Weltmeisterschaft und hoffen auch zum vierzigjährigen Jubiläum wieder auf das längst fällige zweite Córdoba. So eine Chance wie heute kommt jedenfalls so bald nicht mehr.

Mein nüchterner Tipp:

Östereich : Deutschland, 0:4

tw


P.S.: Burschen, belehrt mich eines Besseren!

Freitag, 13. Juni 2008

Wo bleibt die Gleichberechtigung?

Die Regierungsparteien straucheln und somit hätten die Oppositionsparteien genug Gelegenheit sich zu profilieren. Nicht genug damit, dass die Grünen diese Chance nicht ansatzweise zu nutzen vermögen, zeitweilig wirken sie wie eine Karikatur ihrer selbst:
Im Sog der alles mitreißenden Europameisterschaft im Herrenfußball sah sich zuletzt Vize-Chefin Eva Glawischnig veranlasst, die „Wahnsinns-Millionen-Gehälter “ der Spitzenspieler zu hinterfragen denn schließlich „verdienen Fußballerinnen nicht einen Bruchteil dessen“ (???). Vielleicht wird sie sich zukünftig auch dafür einsetzen, dass der ORF (auch schon wieder mit männlichem Chef) allfälligen Frauenfußballturnieren gleich viel Sendezeit im Hauptabend- programm einräumt wie den überbezahlten Herren.

Zweifellos ist der Kampf für die Gleichstellung der Frau wichtig und in Österreich leider auch nötig, weil wirklich Nachholbedarf besteht*, aber er sollte nicht so oft zur Farce werden.

Apropos Euro08: Vollblutpolitiker HC zeigte auch wieder seine Zähne und ortete in der Teilnahme der Türkei an der Europa(!)meisterschaft eine heimtückische List, sich in die EU zu schummeln, wo bekanntlich weder Österreich (lt. FPÖ und Krone) und schon gar nicht die Türkei (lt. 95% der Österreicher!) etwas zu suchen haben.
Ob der EM-Bann auch für andere UEFA-Länder gelten soll, die nicht oder nur teilweise auf europäischen Boden liegen (z.B. Russland), ließ Strache übrigens offen.

Kann es gar sein, dass sich das lauteste Blauauge Österreichs mal etwas nicht zu Ende überlegt hat...?

Aber wollen wir heute nicht so sein, schließlich hat es der FPÖ-Führer derzeit nicht leicht, wo sich doch gerade so viele Ausländer in Österreich und vor allem in seinem Wien tummeln, die noch dazu völlig integrationsunwillig sind und sich schamlos für ihre jeweilige Mannschaft begeistern – aber wenigstens spielen die hinterlistigen Türken in der Schweiz. tw

* Im internationalen Vergleich bezüglich der Gleichstellung der Geschlechter liegt Österreich noch weiter hinten als in der FIFA-Weltrangliste - Platz 102 bzw. 92. (Glawischnig im Kurier am 8.6.2008)

Mittwoch, 11. Juni 2008

Ohne Worte

heute

Freitag, 25. April 2008

Reisefieber

Wenn man sich die Beiträge hier ansieht wird augenscheinlich, dass hier jemand mehr Zeit hat als andere. Nicht genug damit; morgen fahre ich auch noch auf Urlaub. Diesmal unternehmen wir aber keine der üblichen Pimperl-Reisen.
Nein, wir wagen uns direkt in die Höhle des Löwen, wo sich – wenn man sich so umhört und aufmerksam die Zeitungen liest – die übelsten Gauner überhaupt herumtreiben, die es vor allem mit uns Österreichern gar nicht gut meinen.
Wünscht uns also Glück für unseren Aufenthalt in der Diktatorenburg Brüssel. Ich hoffe, dass wir uns wenigstens im Anschluss im beschaulichen, ja fast spießigen Amsterdam wieder etwas von dieser blutrünstigen Stadt erholen können. tw

Donnerstag, 17. April 2008

baM OiDa

Es liegt eigentlich auf der Hand – der eigenwillige Tanzstil der Krocha-Bewegung, der uns letztens nicht einfallen wollte heißt schlicht Jumpstyle. Seine Anwendung, sei es in der Nachtschicht (Krocha-Hochburg) oder zwischendurch an der Bushaltestelle, versteht sich als krochn.

Fix is, Oida, dass wir hiermit auch auf dieser Seite den ersten Beitrag zu dieser erstaunlich viel diskutierten aber meist belächelten Jugendkultur haben. Neonfarbene Kapperl, Pali-Tücher oder sichtbare Grenzen zwischen Selbstbräuner und unbehandelter Haut unter Vokuhila muss man wohl nicht weiter kommentieren, schließlich ist das Urteil der Nichtkrocha bzw. 80er-Jahre-Revival-Negierer einstimmig. Nun ist das den jungen Leuten freilich auch zu Gute zu halten, denn es handelt sich dabei um eine Jugendbewegung und als solche muss sie ältere Generationen einfach provozieren.

Allerdings fehlt ihr jeglicher kritische Anspruch, keine Spur von Protest und Auflehnung. Im Gegenteil. Unbedingte Konsumhörigkeit und strenges Markenbewusstsein prägen die Krocha, die sich beispielsweise ihre – stilistisch fragwürdigen - Kopfbedeckungen gerne mal 120 Euro und mehr kosten lassen. Und das in einem Land, das laut landläufiger Meinung zunehmend verarmt?

Auf dem zweiten Blick durchschaut die paranoide Volksseele natürlich, wie das zusammen passen kann. Krocha sind oft Migrantenkinder und wie jeder gute Österreicher weiß, geht es diesen Zuwanderern deutlich besser als unsereins. Sie bekommen die besten Wohnungen praktisch umsonst, fälschen ausnahmslos ihre Führerscheine, werden mit allen erdenklichen Förderungen überhäuft, entgehen aufgrund ihrer Herkunft sämtlichen behördlichen Schikanen und jeder „Asylwerber aus dem Hindukusch bekommt leichter Sozialhilfe als rechtschaffene Österreicher“ (Zitat H.C.Strache). Es versteht sich von selbst, dass so mehr Geld im Börsl bleibt, das man dementsprechend leichtfertiger ins Solarium tragen kann.


Wen es interessiert – alles über die Krocha findet man auf www.krocha.at. Natürlich mit eigenem Wörterbuch, Eventkalender, Miss Krocha 2007, Krocha of the Week und Forum. Außerdem hat man auch als 325.000. Besucher der Seite die einmalige Gelegenheit, sich als Erster in das Gästebuch einzutragen!

Für alle traurigen Emos die sich zu Recht in letzter Zeit vernachlässigt fühlen: Ihr seid mir beim A…. lieber als die stylishen Krocha. Zumindest gefällt mir eure Musik besser. tw

Freitag, 4. April 2008

Wer ist Stephan Pestitschek?

Möglichweise bin ich wirklich schon leicht paranoid und überstrapaziere mein Lieblingsfeindbild etwas. Man rät mir immer wieder, meine Gewohnheit, Das freie Wort zu lesen aufzugeben, weil diese etwas abartige Leidenschaft wirklich nur noch Leiden schafft und mich längst nicht mehr so amüsiert wie früher. Doch selbst wenn ich dieses Schundblatt tagelang nicht in die Hände bekomme, verfolgt mich das hetzerische Geschrei dieser vermeintlichen Patrioten. Als ich heute Morgen nämlich in unser Büro kam, hing dort doch tatsächlich eine vergrößerte Kopie eines Krone-Leserbriefes (Wurde von mir natürlich anstandshalber sofort wieder entfernt).

Der Absender dieses Ärgernisses, das mit groß geschriebenen Parolen wie UNSERE NATION, UNSER LAND oder UNSERE Kultur (verräterisches Detail am Rande: Kultur war wirklich klein gedruckt) nicht geizte war ein gewisser Stephan Pestitschek.
Meine Leidensgenossen und ich kennen ihn natürlich längst aber wer ist nun dieser Stephan Pestitschek aus Strasshof an der Nordbahn, der das große Depot für vorgefertigte Meinungen in der Wiener Muthgasse so fleißig beliefert. Er wettert wöchentlich mehrmals gegen alles Mögliche, am liebsten gegen kriminelle Ausländer und offenbar sieht er sogar die ÖVP als Rudel links-linker Gutmenschen.
Stephan Pestitschek, dem Erwin Steinhauer kürzlich im Rennen um den „Kleinsten Mann Österreich“ sein Gesicht lieh, scheint jedenfalls in letzter Zeit mehr inspiriert als seine braven Mitstreiter Franz Weinpolter, Helmut Kafka, Dr. Wolfgang Srb oder Hias Rumpler und – man erlaube mir dieses banale Wortspiel – verpestet derzeit am konsequentesten die Weltanschauung hunderttausender Leser.

Was bewegt diesen Mann? Ist ihm wirklich so fad in Strasshof? (Böse Zungen könnten hier anmerken, dass es dort so öde ist, dass manche Kinder oft jahrelang nicht den Keller verlassen). Durchforscht man die knapp 200 relevanten Einträge die Google im Internet aufstöbert (so manches Forumsmitglied hier hat ein Vielfaches davon), findet man bald heraus, dass Stephan Pestitschek Versicherungsmakler ist und auch auf anderen, zweifellos links-linken Gutmenschen-Plattformen mit seinen strengen Ansichten schon negativ aufgefallen ist.

Man fragt sich nun: Warum hindern ihn kriminelle Ausländerbanden nicht endlich daran, dieses Land weiterhin zu vergiften und wann beginnt die EU endlich damit, wie in jeder gescheiten Diktatur üblich, die Presse zu zensurieren? tw


Eine kleine Auswahl seiner konservativen Ergüsse findet man bei diesem linken Gesindel .

Next Voodoo Night

Freitag, ?? 2014

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Zuletzt aktualisiert: 6. Jun, 16:04

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