Da ich in letzter Zeit wieder öfter meine Lieblingszeitung in die Hände bekomme, möchte ich gleich auch ein paar Kommentare dazu loswerden:
Auch im Sommer gibt es nämlich durchaus Bemerkenswertes im Kleinformat, zumal das Sommerloch durch die Ereignisse In Oslo ja auf dramatische Weise gestopft wurde. Nachdem in den letzten Wochen unter anderem der Empörung über die allfällige Umtextung der heiligen Bundeshymne viel Platz gelassen wurde, ist Norwegen in der Woche nach der Tragödie selbstverständlich das Thema Nr. 1. Natürlich verurteilt auch die Krone die Anschläge, ist sich aber trotzdem nicht zu blöd, im „Freien Wort“ auch Leser zu Wort kommen zu lassen, die auch ein gewisses Verständnis für den Attentäter aufbringen. Es sei schließlich kein Wunder, dass einem angesichts weltfremder Regierungen und Gutmenschendiktaktur der Kragen platzt. Die kleinen Leute wollen sich das nun mal nicht mehr gefallen lassen; hier muss es ein Umdenken geben.
Neben der eigentlichen Tat regt aber vor allem Eines auf: Die linkslinken Politiker und die noch linkeren Medien bringen bei der Verurteilung des Massakers tatsächlich islamhetzende Rechtspopulisten und damit den lieben HC in Verbindung. Von Peter Gnam über Michael Jeanée bis zur treuen Leserbriefschreibergemeinde sind sich alle einig: Das ist doch wirklich das Letzte.
Derart verhetzt von den Linken reservierte die Krone für das Blauauge gleich die Heldenrolle. Nach dem Rauswurf des renitenten Abgeordneten Königshofer gibt es zusätzliches Lob. Leser bewundern die Entschlossenheit des Parteichefs, aus dem Urlaub blitzschnell einen derartigen Schritt zu setzen. Die anderen Parteien hätten das sicher nicht fertig gebracht. Dass dieser Königshofer schon seit längerer Zeit durch seine unübersehbare Nähe zum braunen Rand auffällig ist, konnten die treuen Krone-Leser aber nicht wissen. Über seine unappetitlichen Umtriebe berichtete die objektivste Zeitung Österreich schließlich nie, erst am Tag seines Ausschlusses war der Herr eine Berichterstattung wert.
Trotz Anders Breivik und HC Strache scheint allerdings jemand anderer der Mann der Woche zu sein. Zlatko Junuzovic gelang etwas, was vor ihm womöglich nicht einmal Bruno Kreisky, Barack Obama, Fritzl oder Gaddafi schafften: Der Austrianer zierte am Ende dieser Woche gleich dreimal die Titelseite der Kronen-Zeitung. Am Donnerstag allein in Schussposition („Aufstiegs-Duell gegen einen alten Bekannten“), am Freitag groß in Action gegen Laibach („Erste Schritte zum Aufstieg sind gelungen!“) und am Sonntag wegen der WM-Auslosung im Nationaldress gegen die Deutschen („Schon wieder gegen Deutschland“). Gratuliere, Zlatko! Ich wünsche dir jedenfalls die Teilnahme an Spielen - sei es bei der WM oder in der Champions-League - ,die diese Cover-Aufmerksamkeit rechtfertigen könnten.
tw
voodoo - 31. Jul, 20:31
Gleich vorweg, für morgen und die Zukunft:
Laut Ursi Stenzel dürfen auch Voodoo-Nights nicht mehr länger als bis 4.00 dauern.
Im Netz regt sich aber bereits Widerstand gegen Ursi´s Ansinnen und manifestiert sich im Clip von copy_paste:
http://www.youtube.com/watch?v=yKI2T3ZLZAs&feature=related
Nicht nur die Musik, sondern auch das Video wurde von der Vorlage „Babra Streisand“ übernommen. Eine ziemlich aufwendige Sache, wie diese Gegenüberstellung zeigt:
http://www.youtube.com/watch?v=enlCmIG2C0M
tw
voodoo - 17. Feb, 19:05
Es ist wieder so weit...
FM4 veranstaltet auch heuer den - inzwischen traditionellen - Protestsongcontest.
Im Finale ist diesmal ein gewisser "Blonder Engel", der, wie ich, durchaus kaffeekritisch sein dürfte. Vielleicht bezieht sich seine lakonische Kritik aber doch nur auf eine gewisse Marke von Kaffee, nämlich jene, die vom "Clooney Schurl" perfekt vermarktet wird und damit Moses´ zehn Gebote locker in den Schatten stellt.
Jedenfalls sehr amüsant:
http://www.youtube.com/watch?v=8pfD1lhKPMU&feature=related
tw (who else?)
voodoo - 30. Jan, 00:33
Belgien - Österreich,
Dramatik, Euphorie, Enttäuschung, Happy End...
Ein X in Brüssel - haben wir uns mehr erhofft?
voodoo - 12. Okt, 22:43
Das Meiste ist wohl schon gesagt - einfach nur deprimierend...
Meine Annahme, dass es die Dumpfpartei im Wahlkampf übertrieben hat und immer weniger Wähler auf diesen Rattenfänger reinfallen werden, war offensichtlich ein schwerer Irrglaube. Finden wir uns damit ab: Je dümmer, desto erfolgreicher.
Kein weiterer Kommentar meinerseits...
tw
voodoo - 12. Okt, 21:02
http://voodoo.twoday.net/ ist seit mittlerweile 1000 Tagen online. Da der anfängliche Schwung jedoch längst draußen ist und es daher nicht viel zu feiern gibt, können wir die morgige Voodoo-Night ins Zeichen eines anderen - ohnehin ungleich bedeutenderen - Jubiläums stellen:
John Lennon, Musikant, Beatlemania-Auslöser und Walross, wäre am 9.Oktober siebzig Jahre alt geworden!
voodoo - 7. Okt, 19:09
Was wissen schon die Prohaskas, Mählichs, Zsaks oder auch Netzers dieser Welt? Heute-Leser Kurt Gärtner hat das Geheimnis der groß aufspielenden deutschen Mannschaft bei der WM in Südafrika herausgefiltert und in einem Leserbrief ausgesprochen, was schon viele Amateurexperten (wie auch wir zuletzt in der Voodoo-Night) angenommen haben:
Deutscher Samba
Deutschland tanzte beim 4:0-Sieg gegen Argentinien mit einer Mischung von Samba und Wiener Walzer durch die argentinische Viererkette. Erinnert wurde ich an die gute alte Wiener Fußballschule mit Kurzpassspiel, exzellenten Dribblings und Stanglpässen. Man merkte auch, dass der deutsche Trainer Joachim Löw einige Jahre in Österreich gearbeitet hat.
Für Diego Maradona hat es eben leider nicht gereicht, dass sein Bruder Hugo in den 1990ern einige Zeit bei Rapid spielte, um eine wirklich weltmeisterliche Mannschaft aufzubauen. Die Niederlande und Spanien spielten immerhin vor nicht allzu langer Zeit gegen unser Nationalteam, wo sie sich sicher einiges abschauen konnten. Für Uruguay sehe ich allerdings schwarz - hier kann ich keinen Österreich-Bezug herstellen, weshalb sie wohl oder übel untergehen werden.
tw
voodoo - 5. Jul, 22:16
Hans Dichand (1921-2010), Medienzar und Meinungsmacher
Eine Ära ist zu Ende. Bricht eine neue heran?
voodoo - 17. Jun, 22:38